Die nachfolgenden Meldungen über Ereignisse, Entwicklungen und Studien bieten einen aktuellen Einblick in die Vielfalt des unternehmerischen Engagements in Nordrhein-Westfalen und darüber hinaus.
Die Meldungen in dieser Rubrik sind etwa sechs Monate lang hier sichtbar. Weitere, zurückliegende Meldungen zu unternehmerischem und bürgerschaftlichem Engagement im Archiv.
Im April 2012 startet das Programm »Gesellschaftliche Verantwortung im Mittelstand«, mit dem das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) verantwortliche Unternehmensführung in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) fördern will. Bislang beteiligen sich bereits mehr als 2.000 mittelständische Unternehmen am Programm und nutzen die Möglichkeit zur Qualifizierung und Beratung bei CSR-Themen. Einige der im Rahmen des Programms ausgewählten Projekte verfügen noch über freie Plätze für KMU. Interessierte Unternehmen können sich online über die Projekte informieren und die jeweiligen Ansprechpersonen kontaktieren.
Seit 2009 unterstützt E.ON Westfalen Weser unter dem Slogan »Ideen werden Wirklichkeit: 100 Förderpakete für Vereine in der Region!« bürgerschaftliches Engagement in Ostwestfalen-Lippe. Das Unternehmen stellt 100 finanzielle Förderpakete für außerordentliche ehrenamtliche Tätigkeiten bereit. Bewerben können sich eingetragene Vereine, Initiativen und Institutionen aus dem Netzgebiet des Unternehmens. Ob Kunst, Sport, Brauchtum oder Soziales: Wichtig ist, dass die Projekte ehrenamtlich und bürgerschaftlich organisiert werden und dem Gemeinwohl dienen. Die aktuelle Bewerbungsphase endet am 30. September 2012.
Soziales Engagement hat für deutsche Großunternehmen zwar einen hohen Stellenwert, allerdings fällt es den meisten Unternehmen schwer, ihre Rolle als Unternehmensbürger in der Gesellschaft zu definieren. Dies geht aus einer aktuellen Studie der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC hervor. Demnach sind rund zwei von drei befragten Führungskräften davon überzeugt, dass das Thema »Corporate Citizenship« in ihrem Unternehmen eine große Bedeutung hat. Konkrete strategische Ziele verfolgen jedoch nur 39 der 100 analysierten Unternehmen.
Vertreter/innen von mehr als 1.800 Projekten aus der ganzen Bundesrepublik nahmen am 29. Februar an einer Unterstützungsaktion der Drogeriekette dm teil: sie saßen für 30 Minuten an der Kasse und scannten die Waren. Dabei sind mehr als 1,74 Millionen Euro zusammengekommen, die nun den beteiligten Initiativen zugute kommen. Die Aktion ist Teil des Wettbewerbs »Ideen Initiative Zukunft«, der seit 2008 von dm und der Deutschen UNESCO Kommission ausgerichtet wird. Zahlreiche Prominente haben sich an der Aktion beteiligt.
Die WIE - Wirtschaft. Initiative. Engagement, eine Gruppe von 19 Wirtschaftsunternehmen, und das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) werden in den Themenfeldern »Corporate Volunteering« und »Wirkungsmessung von gesellschaftlichem Engagement« projektbezogen zusammenarbeiten. Dies gaben beide Seiten Anfang Januar 2012 in einer gemeinsamen Erklärung bekannt.
Immer mehr erwerbstätige Menschen betätigen sich neben ihrem Beruf in einem Ehrenamt. Ihre Zahl ist in Deutschland innerhalb von zwölf Jahren von 18 Prozent im Jahr 1999 auf heute 28 Prozent gestiegen. Das ist ein Ergebnis der Studie »Erwerbsarbeit und Ehrenamt in der Bundesrepublik Deutschland und in Nordrhein-Westfalen«, die im Auftrag des NRW-Sozialministeriums von der Sozialforschungsstelle der Technischen Universität Dortmund durchgeführt wurde.
Das Umweltschutzprojekt »Obstwiesenschutz« des NABU Münster ist von den Besucherinnen und Besuchern des Portals www.engagiert-in-nrw.de zum Engagement des Jahres 2011 gewählt worden.
Auf den zweiten Platz hat es die Initiative „ESSEN.aktiv“ der Stadt Essen geschafft. Im Rahmen von ESSEN.aktiv werden Auszubildende der Stadt für 24 Stunden freigestellt, um sich freiwillig zu engagieren. Drittplatziert wurde das „Rollfietsprojekt“. Engagierte Rentner und andere Freiwillige aus Ramsdorf konstruieren hier behindertengerechte Fahrräder. So haben auch Menschen mit eingeschränkter Mobilität die Möglichkeit, an Fahrradausflügen teilzunehmen. Dem Publikumsvotum gestellt hatten sich insgesamt zwölf Initiativen, Organisationen und Unternehmen aus NRW, die im vergangenen Jahr mit ihren Projekten als »Engagement des Monats« vorgestellt wurden.
Die Online-Abstimmung zum »Engagement des Jahres« auf diesem Portal ist beendet. Bis zum 15. Januar konnten die Bürgerinnen und Bürger darüber abstimmen, welche der zwölf Initiativen, Organisationen und Unternehmen aus NRW, die 2011 mit ihren Projekten als »Engagement des Monats« vorgestellt wurden, als »Engagement des Jahres 2011« ausgezeichnet werden soll. Erstmals werden in diesem Jahr neben dem Spitzenreiter auch das zweit- und drittplatzierte Projekt veröffentlicht, um die Vielfalt des bürgerschaftlichen und unternehmerischen Engagements hervorzuheben.
Innenminister Ralf Jäger zeichnete im November zehn Arbeitgeber aus Nordrhein-Westfalen mit der Förderplakette »Ehrenamt in Feuerwehr und Katastrophenschutz« aus. »Ehrenamtliche Helferinnen und Helfer sind die tragenden Säulen des Katastrophenschutzes und der freiwilligen Feuerwehren in NRW. Ohne aktive Unterstützung durch vorbildliche Arbeitgeber gäbe es viel weniger ehrenamtliches Engagement in der nichtpolizeilichen Gefahrenabwehr«, unterstrich Jäger bei der Ehrung in Düsseldorf. Die ausgezeichneten Unternehmen kommen aus Bad Honnef, Essen, Kranenburg, Löhne, Münster, Plettenberg, Troisdorf, Warendorf, Werl und Witten.
Die Ministerpräsidentin von Nordrhein-Westfalen, Hannelore Kraft, hat als Ehrengast am »Freundschaftsmahl St. Martin« der Wirtschaftsvereinigung Bauindustrie e.V. Nordrhein-Westfalen teilgenommen. Traditionell tragen die Mitglieder des Verbandes jedes Jahr über einzelne Spenden einen Geldbetrag zusammen, den der Ehrengast nach eigenem Ermessen für gute Zwecke einsetzen kann. In diesem Jahr sind insgesamt 40.000 Euro zusammen gekommen. Diesen Betrag wird Ministerpräsidentin Kraft dem bürgerschaftlichen Engagement in Nordrhein-Westfalen zukommen lassen.
Die Bertelsmann Stiftung sucht im Rahmen einer aktuellen Kampagne mittelständische Unternehmer/innen, die sich gesellschaftlich in ihrer Region engagieren. Kleine und mittelständische Unternehmen können sich mit ihren sozialen Projekten noch bis zum 06. November 2011 online registrieren und sich für die Auszeichnung »Mein gutes Beispiel« bewerben.
Das Kulturwissenschaftliche Institut Essen lädt gemeinsam mit dem Labor für Organisationsentwicklung der Universität Duisburg-Essen zum Kongress »CSR-Impulse und Strategien für erfolgreiche Unternehmen in NRW« am 8. September 2011 in Mülheim/Ruhr ein. Dort werden sich große und kleine Unternehmen, Mitglieder von Hochschulen und der Bürgergesellschaft gemeinsam über die gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen in NRW austauschen: Ziel ist es, das gesellschaftliche Engagement von Unternehmen zu fördern, sie durch gute Praxisbeispiele zu motivieren und die CSR-Aktivitäten in Nordrhein-Westfalen stärker zu vernetzen. Außerdem sollen sich Unternehmen und zivilgesellschaftliche Organisationen austauschen, um die zukünftigen Herausforderungen in Nordrhein-Westfalen gemeinsam besser bewältigen zu können.
Wie können Kommunen das gesellschaftliche Engagement der am Ort ansässigen Unternehmen sowie Kooperationen mit gemeinnützigen Organisationen anregen und fördern? Die Dokumentation »Neue gesellschaftliche Kooperationen und gesellschaftliches Unternehmensengagement auf kommunaler Ebene« stellt Aktivitäten zur Unterstützung unternehmerischen Engagements von 12 deutschen Kommunen, darunter Bonn, Essen, Köln und Mülheim a.d. Ruhr, sowie vier englischen Städten vor. Die Publikation kann anderen interessierten Kommunen als Vorlage bei der Entwicklung eigener Initiativen dienen.
Vom 16. bis 25. September 2011 veranstaltet das Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement (BBE) die Woche des bürgerschaftlichen Engagements. Seit sieben Jahren ist die Aktionswoche die größte bundesweite Freiwilligenoffensive. Die Arbeit von mehr als 23 Millionen freiwillig Engagierten wird durch sie gewürdigt. »Engagement macht stark!« ist das gemeinsame Motto aller Initiativen, Vereine, Verbände, staatlicher Institutionen und Unternehmen, die sich an der bundesweiten Woche aktiv beteiligen. Auch in Nordrhein-Westfalen werden im Rahmen der Aktionswoche zahlreiche Veranstaltungen stattfinden. Das Portal engagiert-in-nrw.de lädt Engagierte in Nordrhein-Westfalen deshalb auch in diesem Jahr dazu ein, ihre Aktivitäten und Veranstaltungen auf dem Portal einzutragen.
Die Förderung des bürgerschaftlichen Engagements von Mitarbeitern durch das Unternehmen (Corporate Volunteering) gewinnt auch in Deutschland zunehmend an Bedeutung. 70 Prozent der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erwarten ihrerseits, bei ihrem ehrenamtlichen Einsatz vom Unternehmen unterstützt zu werden. Dies sind Ergebnisse der Studie »Corporate Volunteering in Deutschland«, an der sich 109 kleine, mittelständische und große Unternehmen beteiligt haben.
Junge Menschen haben Fantasie und Ideen, wollen sich engagieren und zeigen, was sie können. Nur fehlt manchmal die Chance, eine Idee in die Tat umzusetzen. Die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung und Telefónica Germany rufen Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 14 und 25 auf, sich ab sofort mit ihren Ideen im Rahmen des Förderprogramms »Think Big« zu bewerben. Voraussetzung ist: Die Jugendlichen müssen ihre Projekte selbständig und ehrenamtlich umsetzen. Jedes ausgewählte Projekt bekommt 400,00 Euro zur Verfügung gestellt.
Mit der Anfang Mai gestarteten bundesweiten Kampagne »Aral und dein Verein - Gemeinsam mehr bewegen« will die Aral AG in Kooperation mit dem Deutschen Olympischen Sportbund den Amateur-Vereinssport unterstützen und Mobilität und gesellschaftlichen Zusammenhalt fördern. In einem Wettbewerb können zehn engagierte Vereine aus ganz Deutschland für vorbildliche generationenübergreifende Sportangebote je 22.500 Euro gewinnen. Bewerbungsschluss ist der 15. Juli 2011.
Corporate Volunteering, das freiwillige Engagement von Firmenmitarbeiterinnen und -mitarbeitern für soziale, ökologische oder kulturelle Projekte, steht im Mittelpunkt der sechsten Ausgabe des Jahrbuchs Corporate Responsibility 2011. In ihren Beiträgen erläutern Experten und Unternehmen Ansätze, Methoden und Beispiele von Corporate Volunteering als Teil unternehmerischer Verantwortung.
In einem CSR-Bericht stellt der Westdeutsche Handwerkskammertag, Dachverband der Handwerkskammern in Nordrhein-Westfalen, das gesellschaftliche Engagement insbesondere der inhabergeführten kleinen und mittelständischen Betriebe vor. Der Bericht macht anhand vieler (Praxis-)Beispiele deutlich, dass CSR in Nordrhein-Westfalen nicht nur ein Thema für Großunternehmen ist, sondern dass gesellschaftliches Engagement als Teil der Unternehmenskultur insbesondere in kleinen und mittelständischen Betrieben weit verbreitet ist.
Im Wettbewerb »Mehr als Forschung und Lehre« der Stiftung Mercator und des Stifterverbands für die Deutsche Wissenschaft konnten die Fachhochschule Dortmund und die Universität Duisburg-Essen mit ihren Konzepten für gesellschaftliches Engagement überzeugen. Sie wurden mit vier weiteren Universitäten aus 78 Bewerbungen ausgewählt und erhalten nun für ihre Projekte eine Förderung von jeweils 190.000 Euro.