Ministerium für Generationen, Frauen, Familie und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen
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Unternehmerisches Engagement in der Europäischen Union

Die Diskussion um das gesellschaftliche Engagement von Unternehmen hat sich auf der Ebene der Europäischen Union im letzten Jahrzehnt entwickelt. Mit dem 2001 erschienenen »Grünbuch: Europäische Rahmenbedingungen für die soziale Verantwortung der Unternehmen« (PDF) setzte sich die Europäische Union erstmals offiziell mit dem Thema auseinander.

2002 wurde das »European Multi-Stakeholder-Forum on CSR« gegründet. Das Forum organisierte bis 2004 einen Dialog zwischen europäischen Repräsentanten von Arbeitgebern, Unternehmensverbänden, Gewerkschaften und der Zivilgesellschaft. Die Arbeit des Forums mündete in einem umfangreichen Abschlussreport (engl., PDF).

Die letzte Mitteilung (PDF) der Kommission zu CSR aus dem Jahr 2006 stellt die Bedeutung von CSR heraus und fordert Unternehmen auf, eine Führungsrolle auf diesem Gebiet zu übernehmen. Darüber hinaus beschreibt sie Möglichkeiten, wie die Kommission künftig CSR als freiwilliges Konzept fördern möchte, und sie betont den Dialog zwischen Stakeholdern. Die soziale und gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen ist heute relevanter Bestandteil der EU-Politik, beispielsweise in der »Europa 2020: Strategie für intelligentes, nachhaltiges und integratives Wachstum« (PDF).

Die Europäische Kommission zeichnet zudem seit dem Jahr 2007 herausragende Leistungen von öffentlichen Institutionen (Behörden) und öffentlich-privaten Partnerschaften jährlich mit dem European Enterprise Award aus. Prämiert werden innovative und erfolgreiche Maßnahmen, die Entrepreneurship auf lokaler, regionaler oder nationaler Ebene fördern. Der Wettbewerb hat das Ziel, die gesellschaftspolitische Rolle von Unternehmern und Unternehmen zu stärken und öffentlich bewusst zu machen.

ISO-Norm 26000 »Guidance on Social Responsibility«
Nach fünfjährigem Prozess wurde im September 2010 die ISO-Norm 26000 »Guidance on Social Responsibility« verabschiedet. Die nicht zertifizierungsfähige Norm stellt eine Leitlinie dar, um das Bewusstsein für gesellschaftliche Verantwortung zu schärfen und eine einheitliche Terminologie zu fördern. Der Leitfaden bindet vorhandene Ansätze für ökologische und soziale Verantwortung (ILO-Kernarbeitsnormen, Global Reporting Initiative, Global Compact) ein und enthält viele Beispiele guter CSR-Praxis. Der Leitfaden wurde im November 2010 veröffentlicht, seine Anwendung ist freiwillig. An seiner Erstellung waren über 90 Länder, darunter viele aus der Europäischen Union, und über 40 Organisationen beteiligt. In Deutschland ist diese Norm als DIN ISO 26000 mit Ausgabedatum Januar 2011 veröffentlicht.

CSR Europe - Corporate Social Responsibility Europe
»CSR Europe« ist ein europäisches Unternehmensnetzwerk mit dem Ziel, unternehmerische Rentabilität und nachhaltiges Wachstum mit »Corporate Social Responsibility« CSR zu verbinden. »Corporate Social Responsibility« (CSR) ist ein Konzept gesellschaftlicher Verantwortung von Unternehmen für eine zukunftsfähige Gesellschaft. In dem europäischen Netzwerk sind ca. 70 multinationale Unternehmen und 27 nationale Partnerorganisationen zusammengeschlossen.

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Europäische Allianz für die gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen
Die Europäische Allianz für die gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen ist ein Bündnis europäischer Unternehmen und Organisationen der Wirtschaft mit dem Ziel, Partnerschaften für CSR zu fördern und den Erfahrungsaustausch zu unterstützen. Adressaten der CSR-Allianz sind die Unternehmen in der Europäischen Union, unabhängig von Größe und Branche. 2006 gegründet, haben Anfang 2011 mehr als 150 Unternehmen ihre Unterstützung für die CSR-Allianz bekundet.

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