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= bürgerschaftliches Engagement
= unternehmerisches Engagement
Rund 400 Menschen in Not und Wohnungslose feierten Anfang Februar in der Kölner Wolkenburg zusammen Karneval. Eingeladen hatte der Kölner Karnevalsverein »Husaren-Korps«, der seit drei Jahren die Karnevalssitzung für Wohnungslose organisiert. Finanziell unterstützt wurde die Sitzung von der Bayer Cares Foundation, Festsaal und Getränke wurden kostenlos zur Verfügung gestellt. Die Gäste erwartete ein attraktives Programm, auch das Kölner Dreigestirn hatte seinen Auftritt in der Wolkenburg.
Rund 700.000 Menschen engagieren sich freiwillig in Einrichtungen und Diensten der Diakonie. Dies ist das Ergebnis einer repräsentativen Studie des Diakonie Bundesverbandes. Damit kommen nahezu zwei Freiwillige auf jeden der 453.000 hauptamtlichen Mitarbeitenden. Die Studie zeigt zudem: Die Freiwilligen engagieren sich in nahezu jedem Arbeitsfeld der Diakonie.
Das Naturschutzprojekt »Obstwiesenschutz« des NABU Münster ist am 2. Februar 2012 als »Engagement des Jahres 2011« ausgezeichnet worden - nachdem Besucherinnen und Besucher des Portals www.engagiert-in-nrw.de dem Projekt am Jahresanfang in einem Online-Votum die meisten Stimmen gegeben hatten. Bei der Preisverleihung überreichte Catrin Boss vom Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport einen Scheck über 500 Euro an die AG Obstwiesenschutz.
Sportministerin Ute Schäfer hat in Oberhausen die Sportplakette des Landes Nordrhein-Westfalen an 15 Ehrenamtliche für ihr herausragendes Engagement im Sport verliehen. »NRW ist ein starkes Sportland vor allem dank Ihnen und der vielen anderen Menschen, die sich ehrenamtlich in den Vereinen und Verbänden engagieren. Sie unterstützen mit Ihrem enormen ehrenamtlichen persönlichen Einsatz ganz besonders den Sport und die Sportvereine. Sie leisten damit einen unverzichtbaren Beitrag für unsere Gesellschaft«, würdigte Schäfer die Preisträger der höchsten Sportauszeichnung des Landes.
Welche Schritte und Beiträge braucht bürgerschaftliches Engagement, um Ressourcen zur Sicherung der Lebensqualität und Zukunftsfähigkeit ländlicher Räume weiterzuentwickeln? Diese Frage stand im Mittelpunkt eines Workshops des neu gestalteten Nationalen Forums für Engagement und Partizipation (NFEP). Die Kernaussagen der Veranstaltung sind jetzt verfügbar und können ab sofort online kommentiert werden.
Das EU-Parlament und der Europäische Rat haben das Jahr 2012 zum »Europäischen Jahr für aktives Altern und Solidarität zwischen den Generationen« ausgerufen. Damit soll eine generationsübergreifende Kultur des aktiven Alterns gefördert werden. Das Jahr soll weiterhin dazu beitragen, die Herausforderungen des demographischen Wandels zu meistern und seine Chancen sinnvoll zu nutzen. Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend als nationale Koordinationsstelle lädt interessierte Initiativen, Gruppen und Engagierte zur Mitarbeit ein.
Die WIE - Wirtschaft. Initiative. Engagement, eine Gruppe von 19 Wirtschaftsunternehmen, und das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) werden in den Themenfeldern »Corporate Volunteering« und »Wirkungsmessung von gesellschaftlichem Engagement« projektbezogen zusammenarbeiten. Dies gaben beide Seiten Anfang Januar 2012 in einer gemeinsamen Erklärung bekannt.
Immer mehr erwerbstätige Menschen betätigen sich neben ihrem Beruf in einem Ehrenamt. Ihre Zahl ist in Deutschland innerhalb von zwölf Jahren von 18 Prozent im Jahr 1999 auf heute 28 Prozent gestiegen. Das ist ein Ergebnis der Studie »Erwerbsarbeit und Ehrenamt in der Bundesrepublik Deutschland und in Nordrhein-Westfalen«, die im Auftrag des NRW-Sozialministeriums von der Sozialforschungsstelle der Technischen Universität Dortmund durchgeführt wurde.
Bürgerinnen und Bürger in NRW haben es künftig leichter, unmittelbar an der politischen Willensbildung mitzuwirken: Der nordrhein-westfälische Landtag hat beschlossen, die Hürden für kommunale Bürgerbegehren und Bürgerentscheide zu senken. »Eine lebendige Demokratie lebt von aktiven Mitwirkungsmöglichkeiten. Sie bieten die Chance, aus Betroffenen Beteiligte zu machen«, betonte Kommunalminister Ralf Jäger in Düsseldorf.
Stellvertretend für alle in der Justiz des Landes Nordrhein-Westfalen ehrenamtlich tätigen Bürgerinnen und Bürger hat Justizminister Thomas Kutschaty vierundzwanzig Frauen und Männer ausgezeichnet. In Nordrhein-Westfalen sind rund 20.000 ehrenamtliche Richterinnen und Richter aktiv. Von den über 300.000 geführten rechtlichen Betreuungen wird ein Großteil von Freiwilligen übernommen. Mehr als 2.000 Bürgerinnen und Bürger engagieren sich ehrenamtlich im direkten Kontakt mit Gefangenen – in Form von Besuchsdiensten, gemeinsamen Aktivitäten wie Kochabenden und anderen Projekten.
Aus mehr als 600 eingereichten Bewerbungen hat das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend in Abstimmung mit den Bundesländern insgesamt 450 Mehrgenerationenhäuser für das neue Bundesprogramm ausgewählt. 58 davon stammen aus Nordrhein-Westfalen. Sie erhalten einen jährlichen Zuschuss von 40.000 Euro. Aus Mitteln des Bundes und des Europäischen Sozialfonds (ESF) werden davon pro Haus 30.000 Euro zur Verfügung gestellt. Die weiteren 10.000 Euro übernehmen Kommune oder Land. Die Förderdauer beträgt drei Jahre.
Interessierte Bürgerinnen und Bürger, freiwillig Engagierte sowie Vertreterinnen und Vertreter aus Verbänden, Vereinen und Politik waren eingeladen, am Sonntag, 4. Dezember 2011 an der Fachkonferenz »Brücken bauen – Gemeinschaft zusammen gestalten« in Düsseldorf teilzunehmen. Zum Ende des Europäischen Jahres der Freiwilligentätigkeit richtete die Konferenz den Blick auf gesellschaftliche Veränderungen und die Bedeutung und Rolle freiwilligen Engagements in diesem Zusammenhang. Die Teilnehmenden hatten Gelegenheit, sich in verschiedenen Themenforen und am Theaterworkshop aktiv zu beteiligen.
Innenminister Ralf Jäger zeichnete im November zehn Arbeitgeber aus Nordrhein-Westfalen mit der Förderplakette »Ehrenamt in Feuerwehr und Katastrophenschutz« aus. »Ehrenamtliche Helferinnen und Helfer sind die tragenden Säulen des Katastrophenschutzes und der freiwilligen Feuerwehren in NRW. Ohne aktive Unterstützung durch vorbildliche Arbeitgeber gäbe es viel weniger ehrenamtliches Engagement in der nichtpolizeilichen Gefahrenabwehr«, unterstrich Jäger bei der Ehrung in Düsseldorf. Die ausgezeichneten Unternehmen kommen aus Bad Honnef, Essen, Kranenburg, Löhne, Münster, Plettenberg, Troisdorf, Warendorf, Werl und Witten.
Die Verbesserung der Rahmenbedingungen für die Ausübung einer freiwilligen Tätigkeit ist Ziel der Landesregierung Nordrhein-Westfalen. Die Landesregierung unterstützt vor diesem Hintergrund das Bürgerschaftliche Engagement z.B. mit der landesweiten Ehrenamtskarte, dem Engagementnachweis oder dem Versicherungsschutz für Ehrenamtliche. Nun sollen die Kommunen Unterstützung bei der systematischen Entwicklung von Engagementstrategien erfahren. Mit der Initiative »Zukunftsfaktor Bürgerengagement« unterstützt das Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport in einer ersten Pilotphase insgesamt neun Kommunen und einen Kreis dabei, die Engagementförderung vor Ort zu intensivieren. Im Rahmen eines Ausschreibungsverfahrens wurden Bonn, Burbach, Emsdetten, Hemer, Kamp-Lintfort, Lemgo, Mönchengladbach, Oberhausen und Solingen sowie der Kreis Lippe ausgewählt.
Alle am Schulleben Beteiligten waren am 25. November 2011 zu einem »Demokratietag« in der Karlschule in Hamm eingeladen. Lehrerinnen und Lehrer, Schülerinnen und Schüler sowie deren Eltern konnten sich informieren, wie Demokratie in der Schule gelernt und gelebt werden kann. Der erste Demokratietag in Nordrhein-Westfalen stand unter dem Motto »Demokratie in der Schule – Schule in der Demokratie«. In Vorträgen aus Wissenschaft und Schulpraxis sowie in Workshops wurden Fragen des Stellenwerts der demokratischen Erziehung für Schule und Gesellschaft ebenso thematisiert wie konkrete Beispiele erfolgreicher Demokratiepädagogik.
Die Ministerpräsidentin von Nordrhein-Westfalen, Hannelore Kraft, hat als Ehrengast am »Freundschaftsmahl St. Martin« der Wirtschaftsvereinigung Bauindustrie e.V. Nordrhein-Westfalen teilgenommen. Traditionell tragen die Mitglieder des Verbandes jedes Jahr über einzelne Spenden einen Geldbetrag zusammen, den der Ehrengast nach eigenem Ermessen für gute Zwecke einsetzen kann. In diesem Jahr sind insgesamt 40.000 Euro zusammen gekommen. Diesen Betrag wird Ministerpräsidentin Kraft dem bürgerschaftlichen Engagement in Nordrhein-Westfalen zukommen lassen.
Mehr Transparenz, Verantwortungsgefühl und Engagement sind Voraussetzungen für die Neubelebung der Demokratie: so lautet ein Fazit des Bonner Zukunftsforums Föderalismus 2011, auf dem die Ministerpräsidentin von Nordrhein-Westfalen und derzeitige Bundesratspräsidentin Hannelore Kraft zusammen mit über 40 Expertinnen und Experten aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft, Wissenschaft, Zivilgesellschaft und Medien neue Formen der Bürgerbeteiligung diskutierte.
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